Hundemessen?!
Text Hanspeter Müller.
Nein, so ernst, wie das jetzt in unseren Köpfen oder in der Kopfzeile dargestellt wird, was seit Jahren in Winterthur durchgeführt, ist das nicht zu werten. Da werden Hunde nicht vermessen, die Messen, die dort abgehalten werden auch nicht zelebriert sondern es geht da ganz einfach um kommerzielle Messen, welche dem Tier- und Menschenwohl dienen oder beide eventuell auch verführen wollen.
Doch jetzt von Anfang an: die «Hund-Schweizer Hundefachmesse» ist seit Jahren auf Erfolgskurs und in einem eigens gestalteten Rasse-Dorf dürfen die Rasseclubs ihre Hunde und Aktivitäten präsentieren. Warum also nicht auch der CAPS? Erste Diskussionen und Bemühungen daran teilzunehmen, gehen schon auf das Jahr 2019 zurück. So wurden schon früh im Jahresbudget 2020 einige Franken für die Teilnahme an diesem interessanten Anlass reserviert. Dann kam die Pandemie und der gute Wille Aller wurde auf eine harte Probe gestellt und die Teilnahme wurde unvermeidlich zurückgestuft. Und dann folgten die ruhigen, aber unsicheren Monate des Abwartens und sich geduldens.
Und dann: da war doch noch was - aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Als dann die Fachmesse wieder gestartet werden konnte, wurde auch der Vorstand in dieser Sache wieder aktiv. Alle Melde- und Technikformulare für die Hund|2023 wurden bestellt und eingehend analysiert. Aber o weh – die Kosten für einen Auftritt in Winterthur überstiegen bei weitem den budgetierten und zurückgestellten Betrag. Ein weiteres Jahr Sparen war angesagt, ganz nach dem Motto: das Geld wird erst ausgegeben, wenn es auch vorhanden ist . . .
Also nochmals die GV um eine Rückstellung angehen und ein gültiges Budget zur Genehmigung vorlegen. Dazu gehörten ebenfalls auch schon Ideen für die Grösse und Gestaltung des Rasseclub-Stands sowie dessen Ausstattung.
Das Wetter an der GV war hervorragend und vielleicht auch deshalb waren die anwesenden Mitglieder so grosszügig und segneten eine weitere Rückstellung und das dazu notwendige Budget ab. Es ist ja eine Tatsache, dass solche Veranstaltungen nicht wirklich den aufgebrachten Geldfluss wieder einbringen werden, zahlreiche Neumitglieder generiert oder unerwartet viele Welpen Einträge einbringt; aber ohne Werbung oder andere Aktivitäten geht man vergessen, das wollen wir aber auf keinen Fall. Und man gönnt sich ja sonst nichts . . .
Nun sind wir also gefordert: das Geld ist gesichert, die Aufgabe klar definiert – wir wollen in Winterthur einen Auftritt hinlegen, der gefällt und nachhaltig ist!
Damit wir das Budget doch nicht allzu sehr belasten müssten, wurde die Idee des Sponsorings eingebracht und die Mitglieder angeschrieben, sich an dieser Idee doch ein wenig zu erfreuen. Scheinbar war die Freude gross und unsere Aktion brachte den erfreulichen Sponsorenbetrag von Fr. 950.- ein – welch grosszügiges Ergebnis!
Die ersten Entwürfe wurden überarbeitet, Details diskutiert, Ideen verworfen und neu eingebracht, so lange, bis der Gesamtvorstand von der Ausführungslösung überzeugt war.
Danach ging es ans Eingemachte: die Meldeunterlagen für die Messe sind unterdessen eingetroffen. Wir bemühten uns, da ja Alles schon fertig geplant war, mit einer sofortigen Anmeldung und Technikbestellung den Frühbucherrabatt zu erhalten, was auch bestens funktioniert hat. Materiallisten wurden bereinigt, Flyer entworfen, Bilder evaluiert, Offerten für das Banner, die Flyer und die Fahnen eingeholt, um dann auch rechtzeitig die definitiven Bestellungen auszulösen.
An der Vorstandssitzung kurz vor der Veranstaltung waren alle Materialien greifbar vorhanden, die Vorfreude war gross und wir mussten uns nun nur noch um die letzten Details wie Personaleinsätze, Parkplatzumverteilungen und andere Kleinigkeiten kümmern.
Und so kam dann der Tag: alle «Rohstoffe» in die Autos verladen und schon um 08:00 traf das «Bauteam» auf dem Parkplatz vor den Messehallen in Winterthur ein. Die Autos waren schnell ausgeladen, alle Waren im leeren Stand deponiert und so konnte der Aufbau beginnen. Kurz die Idxen massgenau auf die leeren Wände übertragen, nochmals etwas schieben um auf die markanten Trennwandprofile einzugehen und dann los: Meter, Bleistift, Markierungen, Klebehaken, das Ganze mal zwei und schon hängt das erste Bild. Analog dazu das Banner und die Fahnen; der erste Eindruck war zufriedenstellend. Dann noch schnell den reservierten Tisch und die Stühle holen, weiss abdecken, Prospekte, Literatur darauf und fertig ist der Stand!
Wir konnten es uns im Restaurant gemütlich machen und einen kleinen Imbiss geniessen.
Pünktlich um 14:00 Uhr öffnen sich die Tore und die ersten Besucher bevölkern die leeren Hallen. Wir hatten mit unserem Standplatz in der Nähe des SKG-Standes, mit den vereinigten Schweizer Hunderassen, einen guten Standort erhalten und so wurden wir gut mit hundeinteressierten Personen frequentiert, was für uns kurzweilig und interessant war. An allen drei Tagen konnten wir vielen charmanten Menschen begegnen und dazu auch zahlreiche spannende Gespräche führen.
Und die Zeit verging schneller als angenommen. Schon war der Sonntagabend angebrochen und die Abbauarbeiten durften beginnen. Und wie schnell das vorwärts ging! Alle helfenden Hände beteiligten sich und nach nur einer knappen Stunde war wieder Alles in den Autos verstaut.
Der Stand wieder jungfräulich wir vor drei Tagen, nur zwei, versehentlich entstandene, kleine Schrammen in den schneeweissen Kunststoffverspannungen zeugten von unserem Besuch.
Fazit: ein strenges, aber lohnendes Ausstellungswochenende! Wiederholung? Sehr wahrscheinlich, aber im Rhythmus von zwei oder drei Jahren – das Knowhow haben wir uns dieses Jahr erworben und die angeschafften Materialien warten auf «Auferstehung»!

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